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Günstiger Wohnraum - er muss Teil der Daseinsvorsorge werden

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Michael Schleicher bei seinem engagiertem Vortrag

Bezahlbarer Wohnraum – ein aktuelles Thema

Voll ins Schwarze hat die Ailinger SPD offensichtlich mit dem Thema der diesjährigen “Ailinger Gespräche“ vom 17. Oktober 2016 „Bezahlbarer Wohnraum – wie kann es klappen?“ getroffen.

Nach den einführenden Worten des Ortsvereinsvorsitzenden Peter Lutat wurde schnell klar, dass mit dem Kölner Michael Schleicher ein mitreißender Referent gewonnen werden konnte. Nicht nur, dass er, Träger des Bundesverdienstkreuzes, eine jahrzehntelange berufliche Expertise mitbrachte, vielmehr wusste er auch durch seine persönliche Haltung und seine engagierten Statements mitzureißen.

Plastisch stellte Schleicher dar, wie durch die Fokussierung auf Wohneigentum, energetische Sanierungen, Aufkäufe durch Investmentsfonds und die Verstädterung die Mietpreise durch die Decke schießen.
Verlierer seien vor allem junge Familien, Rentner, Alleinerziehende und Wohnungslose, allerdings auch die Kommune selbst: Wenn ein übermäßig hoher Anteil des Einkommens für die Miete aufzuwenden ist, fehle dieses Geld für den Konsum: „Es sterben die Kneipe an der Ecke und die Nahversorgung“, so Schleicher.

In den Ballungsgebieten Hamburg, Düsseldorf und Köln haben laut Schleicher zwischen 40 % und 50 % der Einwohner Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit auf günstigen Wohnraum. Für Friedrichshafen vermute er ähnliche Verhältnisse, eine empirische Bestandsaufnahme fehle hier – sie sei zwingend notwendig, um das Bewusstsein für diese große kommunal-politische Aufgabe zu schaffen.

Auf allen Ebenen müsse gegen diesen sozialpolitisch schlimmen Zustand angegangen werden: Die Landesregierung müsse Geld für günstigen Wohnraum und günstige Kredite zur Verfügung stellen (NRW stellt im Vergleich zu Ba.-Wü. ein Vielfaches der finanziellen Mittel zur Verfügung), die Kommunen müssten entsprechendes Bauland generieren und günstigen Wohnraum vertraglich bei den Investoren einfordern, der Mietspiegel unserer Gemeinde müsse politisch beeinflusst werden, Investoren und Bürger müssten mit Genossenschaften vielleicht auch selbst aktiv werden.

Vor allem müsse das politische Zeichen gesetzt werden, dass man diesen Zustand der Wohnungsnot für Schwächere nicht akzeptieren wolle, so Schleicher. Betrachtet man das politische Geschehen in den Tagen nach diesem Vorschlag, so ist zu hoffen, dass diese Forderung reale Gestalt gewinnt. In mehreren Artikeln und in den Diskussionen im Gemeinderat wurde das Thema „Günstiger Wohnraum“ aufgegriffen, nun möchte die SPD Ailingen mit vielen anderen aktiven Bürgern auch aus anderen Parteien und Vereinen dafür sorgen, dass das Eisen heiß bleibt.

 
 

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