Fraktion fordert ein nachhaltiges, ökologisch und sozial verträgliches Tourismuskonzept für die Bodenseeregion

Veröffentlicht am 19.06.2020 in Fraktion

Die SPD-Kreistagsfraktion Bodenseekreis setzt sich für einen nachhaltigen, ökologisch und sozial verträglichen Tourismus in der Bodenseeregion ein. Dazu zählten auch Maßnahmen der Saisonverlängerung. „Ein entsprechendes Gutachten könnte die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erstellen“, so Norbert Zeller, SPD-Fraktionsvorsitzender, „zumal wir in Ravensburg die dazu erforderliche Kompetenz vor Ort haben“.

Die SPD wollte von der Kreisverwaltung wissen, welche Corona-Hilfen der Tourismus im Bodenseekreis vom Bund und Land erhält. Demnach gibt es Soforthilfen von nicht rückzahlbaren Zuschüssen, gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten bei Unternehmen bis zu 50 Beschäftigten von 30.000 Euro durch den Bund. Das Land stellt für das Gastgewerbe außerdem 330 Mio. Euro zur Verfügung. Die DBT und die Regio Konstanz-Bodensee-Hegau erhielten eine einmalige Förderung in Höhe von 100.000 Euro durch das Wirtschaftsministerium. Seit Januar 2010 wurde die Mehrwertsteuer in Bezug auf die Übernachtungen von 19 auf 7 Prozent gesenkt und bis zum Jahresende auf 5 Prozent.

Angesichts der enormen finanziellen Unterstützung durch Bund und Land und der in den letzten Jahren stetig wachsenden Übernachtungszahlen, sieht die SPD-Kreistagsfraktion es nicht für gegeben an, in der jetzigen Situation zusätzlich Tourismusbetriebe finanziell zu unterstützen. „Immerhin leiste der Bodenseekreis jährlich einen nicht unwesentlichen Beitrag an die DBT und IBT“, so Kreisrätin Ingrid Sauter. Konkret sind es im laufenden Jahr 507.000 Euro an die DBT und 195.000 Euro an die IBT. Hinzu kommen noch Projektmittel von 39.000 Euro, wobei bislang lediglich 17.000 Euro abgerufen wurden.

Von der Corona-Krise besonders betroffen sind Arbeitskräfte, deren Situation allerdings durch das Kurzarbeitergeld abgefedert werde, was leider nicht für die Saisonkräfte bzw. Aushilfskräfte gelte.

Die SPD-Kreistagsfraktion teilt nicht die Auffassung der CDU-Fraktion, die sich „ein mehr als nur symbolisches Zeichen der Solidarität und Unterstützung in die regionale Tourismuswirtschaft von Seiten des Landkreises“ wünscht, wie es in einem Antrag der CDU heißt.

„Erfreulich ist, dass die DBT GmbH die nun schwierige Situation dazu nutzt, vor allem die Digitalisierung voranzubringen“, stellt Sauter zufrieden fest. Auch begrüßt die SPD-Kreistagsfraktion Konzepte, wonach nicht nur die Gäste, sondern auch Einheimische verstärkt von den touristischen Angeboten profitiert.  An vorderster Stelle steht für die SPD der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eine deutliche Verbesserung des Radwegeangebots.

Die SPD-Kreistagsfraktion geht davon aus, dass in absehbarer Zeit der Tourismus in der Bodenseeregion wieder deutlich steigen wird. „Einen Vorgeschmack haben wir bereits an Pfingsten erlebt“, so Ingrid Sauter. Jetzt gelte es in die Zukunft zu schauen und die Chance zu nutzen, einen nachhaltigen, ökologisch und sozial verträglichen Tourismus mit einer möglichst ganzjährigen Saison zu entwickeln. „Das hilft nicht nur den Gästen, sondern bringt Vorteile für die Tourismusbranche, die Beschäftigten und Einheimischen gleichermaßen“, stellt Zeller abschließend fest.

 

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