Gespräch mit Ralf Meßmer

Veröffentlicht am 22.03.2018 in Fraktion

Die Gemeindeentwicklung Oberteuringens, Verkehrsfragen und das inklusive Konzept Campus standen im Mittelpunkt des Gesprächs von Bürgermeister Ralf Meßmer und der SPD-Kreistagsfraktion sowie Gemeinderat Günther Schnappauf.

Nach wie vor gebe es auf Oberteuringen einen starken Siedlungsdruck, stellte Meßmer zu Beginn fest. Vorrangig sei die Gemeinde bemüht, vor allem für Einheimische Angebote zu machen, insbesondere für jungen Menschen, damit „Alt und Jung nicht unnötig zerrissen werden“. Ein besonderes Anliegen ist für den Bürgermeister, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dies deckt sich voll mit der Position der SPD-Räte. Fraktionschef Norbert Zeller verwies in diesem Zusammenhang auf die Anträge seiner Fraktion bei der letzten Haushaltsberatung, eine Million Euro zur Unterstützung von kleineren Kreisgemeinden für den Wohnungsbau einzustellen. „Die Mehrheit stimmte leider nur für einen Prüfauftrag“, so Zeller.  Auch bei der Gewerbeansiedlung gebe es einen großen Bedarf. Zwar seien im Flächennutzungsplan Flächen ausgewiesen, jedoch verfüge die Gemeine leider nicht über diese Grundstücke, bedauerte Meßmer.

Für die SPD-Räte war erfreulich zu hören, dass es ausreichend Plätze bei den Kindertagesstätten gebe, auch für den U-3-Bereich, zumal die weitere Kinderkrippe auf dem Campus-Areal Entlastung brachte. Beim Schulhausbau würde die weitere Entwicklung nochmals auf dem Prüfstand gestellt. „Ob es zu einer Erweiterung oder zu einem neuen Standort der Schule kommt, können wir erst nach Vorliegen des Gutachtens sagen“, betont Meßmer den offenen Prozess. Denn schließlich gehe es um Investitionen in Millionenhöhe. Erfreut nahm der Bildungspolitiker Zeller zur Kenntnis, dass gerade auch im Ganztagsbereich erweiterte Angebote erfolgen sollen.  

Großes Interesse der SPD-Vertreter fand das Projekt „Lebensraum-Campus“. Bürgermeister Meßmer betonte, dass es hier um ein gemeinsames Miteinander in Oberteuringen gehe. Die Gemeinde habe in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau ein vorbildliches „Inklusionsprojekt“ geschaffen, stelle dafür qualifiziertes Personal und viel Geld zur Verfügung. Im Juni des Jahres werde das vielbeachtete Projekt offiziell eröffnet. Schon heute kämen zahlreiche Interessierte bis von Holland, um zu sehen, wie ein Zusammenleben von Jung und Alt, von Menschen mit und ohne Handicap funktioniere. SPD-Kreisrätin Ingrid Sauter war geradezu begeistert über die vielfachen Angebote des Campus, vom Kindergarten bis hin zum Café, dem Familientreff, der Mediathek und dem Marktplatz. Gemeinderat Günther Schnappauf lobte in diesem Zusammenhang auch das Engagement der Vereine. So habe der VdK einen „Probelauf“ in Oberteuringen organisiert, um die Schwachstellen aufzuzeigen, die eine Barrierefreiheit verhindern. „Schließlich solle die Gemeinde das Etikett „barrierefreie Gemeinde“ erhalten, fordert Schnappauf.

Kreisrat Jochen Jehle begrüßte die Darstellung des Bürgermeisters, sich um die Fortführung des Radwegs aus dem Deggenhausertal auf der Gemarkung Oberteuringen zu kümmern.  Ein Gutachten der Stadtwerk am See soll aufzeigen, wie die Angebote im öffentlichen Verkehr verbessert werden können. Meßmer: „Schon heute ist klar, dass eine Taktung im Abendbereich fehlt“. Bei einem erweiterten Angebot könnte manche Familie vielleicht dann auf  ihren Zweitwagen verzichten, ist sich Schnappauf sicher. Die Gesprächspartner waren sich darin einig, dass es für Oberteuringen sehr lohnend ist, alle zur Verfügung stehenden Alternativen zum bestehenden Individualverkehr zu untersuchen. Dabei sieht Bürgermeister Meßmer im Bürgerbus eine interessante Variante.

 

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