Karl-Olga-Haus: SPD will genau auf die Kosten schauen

Veröffentlicht am 08.04.2014 in Gemeinderatsfraktion

Wie soll es mit dem Karl-Olga-Haus (KOH) weitergehen? Abriss oder Teilerhalt? In einer Pressemitteilung hat die SPD-Fraktion des Gemeinderats betont, dass sie derzeit keine Veranlassung sieht, den Beschluss des Gemeinderates vom Sommer 2013 für einen Abriss und Neubau in Frage zu stellen. solange die wesentlichen Entscheidungsparameter für eine andere Variante nicht vollständig vorlägen.

„Die Verwaltung hat uns zugesagt, eine transparente Darstellung der Kosten – auch der ursprünglichen Variante – vorzulegen, auf deren Grundlage dann endgültig entschieden werden kann,“ erklärt Fraktions- chef Roland Frank. Gemeinderatskollege Dieter Stauber ergänzt, dass zunächst geklärt werden müsse, wie viel Geld die jeweiligen Varianten Abriss und Teilabriss kosten, welche Vor- und Nachteile damit verbunden wären, welche Nutzung bei einem Teilerhalt möglich erscheint und wie sich die laufenden Folgekosten pro Jahr darstellen. „Wenn wir – wie uns dargelegt wurde – zirka fünf Millionen in ein altes Gebäude investieren sollen, das erst einmal auf den Rohbauzustand zurückgeführt werden muss,“ sagt Stauber, „dann müssen wir genau hinschauen“. „Gerade bei einem Projekt wie dem Karl-Olga-Park sollten die Funktionalität, Hygiene, langfristige Nutzbarkeit und Sicherheit grundsätzlich Vorrang vor der Erhaltung der Gebäudefassade haben. Das Gebäude soll den Menschen dienen – nicht umgekehrt“, stellt Heinz Tautkus, SPD-Sprecher im Technischen Ausschuss, klar.

Die SPD-Fraktion verweist darauf, dass dem Gemeinderat derzeit Informationen vorlägen und weitere Fakten angekündigt seien, die denjenigen, die bei der Unterschriftenaktion unterschrieben haben, noch nicht bekannt sein konnten. „Wir verstehen den Wunsch der Bürger, ältere Gebäude als Zeitzeugen zu erhalten,“ erklären alle drei Gemeinderäte unisono. Einem Teilerhalt des Gebäudes, womöglich bei unverhältnismäßig hohem Mitteleinsatz oder einer eingeschränkten Nutzung, werde die SPD aber nicht ohne Bewertung aller Fakten das Wort reden – auch nicht in Wahlkampfzeiten. Außerdem erwartet die SPD-Fraktion – ganz im Sinne einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung – eine Einbindung der künftig angedachten Nutzer.

Aus Sicht der SPD-Fraktion wäre wünschenswert, wenn die dem Gemeinderat zur Verfügung stehenden Unterlagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten, damit die sich ein eigenes Bild davon machen könne, wie es um das Innenleben des KOH bestellt ist. Und vor allem davon, wie viel Geld zusätzlich investiert werden müsste, wenn der ursprüngliche Beschluss „Abriss und Bau von Wohnungen mit Service“ nicht durchgeführt wird. Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung Raum dafür sein wird.

Erschienen: 08.04.2014, www.szon.de

 

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